Zuckerfreie Lebensmittel - das klingt im ersten Moment gesund und figurfreundlich. Leider lässt der zweite Blick diesen positiven Eindruck schnell verblassen, denn der Haushaltszucker hat viele Geschwister, die in Lebensmitteln Verwendung finden und ebensolche Nachteile wie dieser haben. Fast allen Zuckersorten ist gemeinsam, dass sie nährstoffarm und vitaminfrei sind und viele Kalorien enthalten.
Der Traubenzucker, auch als Glukose oder Dextrose bekannt, ist in der Natur in vielen Obst- und Gemüsesorten vorhanden. Industrieller Traubenzucker wird leider nicht aus Weintrauben, sondern aus Kartoffel- und Maisstärke gewonnen. Schnelle Energiegewinnung wird von Sportlern geschätzt – der Verbrauch dieser Energie findet ebenso schnell statt. Auch wenn Traubenzucker nur die Hälfte der Süßkraft des Kristallzuckers hat, eine Gemeinsamkeit haben beide Zuckersorten: Sie stecken voller leerer Kalorien und sind Zahnschmelz-Killer.
Klingt Invertzucker vielleicht auch irgendwie gesünder als Kristallzucker? Es handelt sich hierbei jedoch um einen normalen Zucker, der unter Hinzufügung von verdünnter Säure gekocht wurde, umd damit die Süßkraft um etwa 20 Prozent zu reduzieren. Kalorien und zahnschädigende Substanzen bleiben jedoch in voller Konzentration erhalten.
Der Milchzucker, auch Laktose genannt, kommt in natürlicher Form in Milch und Milchprodukten vor. Zwar wird er in der Medizin dank seiner leicht abführenden Wirkung gern genutzt – trotz allem handelt es sich hier um eine Zuckerart mit entsprechender Wirkung auf Hüften und Zähne. Zudem kann eine Laktoseintoleranz sehr unangenehme Begleiterscheinungen beim Verzehr von Milchzucker mit sich bringen.
Malzzucker wird aus gekeimter und gerösteter Gerste – der Maltose – gewonnen. Außer einer 40 Pronzent geringeren Süßkraft im Vergleich zu Kristallzucker kann er jedoch ansonsten keine Vorteile gegenüber diesem vorweisen.
Sind dann vielleicht die als gesundes Süßungsmittel bekannten Honig und Ahornsirup Alternativen zum Zucker? Beide haben Vitamine und Mineralstoffe, die sie zunächst wertvoller als Haushaltszucker werden lassen. Leider sind diese so verschwindend gering vorhanden, dass sie ernährungsphysiologisch nicht relevant sind. Trotz guter Aromen fürs Kochen und Backen – der Blick auf die Waage und der Griff zur Zahnbürste nach dem Genuss bleibt nicht erspart.
Gewöhnen Sie sich Ihrer Gesundheit zuliebe an, zuckerfreie Lebensmittel oder Produkte mit der Aufschrift “ohne Zuckerzusatz” nicht blind in Ihren Einkaufskorb zu packen. Drehen Sie das Produkt erst einmal um und studieren Sie die Inhaltsstoffe sowie die Nährwertangaben.
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4 Reaktionen zu “Zuckerfreie Lebensmittel beinhalten oft viele Kalorien”
Es gibt tatsächlich viele “Mogelpackungen”, auf denen Aufschriften wie “zuckerfrei” oder “ohne Zuckerzusatz” zu lesen sind und wenn man sich die Inhaltsstoffe dann ansieht, kommen lauter Zuckeraustauschstoffe oder Süßstoffe zum Vorschein.
Letztens habe ich einen Fernsehbeitrag gesehen und erfahren, dass beispielsweise in Fruchtjoghurt bis zu 7 oder 8 Zuckerstücke stecken. Der schmeckt aber gar nicht so süß, fragt man sich da. Das liegt daran, dass zur Konservierung die unterschiedlichsten Säuren verwendet werden und diese die geschmackliche Süße wieder ausgleichen.
Ich für meinen Teil werde meinen Kindern keine Fruchtjoghurts mehr kaufen sondern steige darauf um, Naturjoghurt zu verwenden und die Früchte selbst zuzusetzen. Ist auf jeden Fall gesünder.
Wenn man sich kalorienbewusst ernähren möchte,ist es dann günstiger zu laktosefreier Milch zu greifen als zu normaler?Wegen dem Milchzucker?
@Mimi: Vergleich doch mal die Nährwertangaben der beiden. Ich glaube nicht dass der Milchzucker viel ausmacht in Bezug auf die Kalorien.