Eine alte deutsche Weisheit besagt: “Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht”. Inzwischen hat der Deutsche sich aber an die verschiedenen internationalen Küchen gewöhnt und sie direkt lieb gewonnen. Was wäre Deutschland ohne Spaghetti, Souflaki oder Döner? Unvorstellbar! Auch an die chinesische Küche hat sich der Deutsche gut gewöhnt, da ist der Weg zur japanischen Küche gar nicht mehr so weit. Aber trotzdem – rohen Fisch essen, das ging für die meisten dann doch zu weit. Dabei ist Fisch doch so gesund. 127 Millionen Japaner können nicht irren, wenn sie Sushi oder Sashimi genießen.
Die Zutaten zu Sushi sind keineswegs kompliziert. Neben gesäuertem, kaltem Reis, meist rohem Fisch gehört getrockneter und gerösteter Seetang, der Nori, zu der ausgesprochen ausgewogenen Mahlzeit, bei der die Zutaten zu einer Rolle verarbeitet werden, um dann in mundgerechten, optisch ansprechenden Stücken serviert zu werden. Auch Variationen mit Gemüse und Ei oder Fleisch sind möglich, entsprechen allerdings nicht mehr dem traditionellen Gericht.
Sushi erfüllt alle Ansprüche an eine moderne und gesunde Kost. Es ist leicht bekömmlich, kalorienarm, fettarm, zugleich eiweißreich und aufgrund der Meeresalgen besonders jodhaltig. Für Japaner sind Sushi ein typisches Außer-Haus-Gericht und auch bei uns gibt es inzwischen zahlreiche Sushi-Restaurants und bereits auch Lieferservices. Selbst in die meisten Supermärkte haben Sushi ihren Einzug gehalten und sind in der Kühltheke oder auch als Tiefkühlkost zu finden.
Allerdings hat die japanische Küche auch noch so einiges anderes zu bieten, ein weiteres traditionelles Gericht ist Sashimi. Hier werden neben dem rohen Fisch Meeresfrüchte verwendet, wobei der Fisch aber nicht auf dem Reis angerichtet wird. Bei Sashimi gilt ganz besonders: das Auge isst mit. Kunstvoll werden 3 bis 4 mm dicke Filets außerordentlich ästhetisch auf dem Teller angerichtet und sowohl roh als auch ungewürzt serviert. Es gibt aber auch Zubereitungsarten mit eingelegten Fischen oder Meeresfrüchten oder gekochten Zutaten. Manche Restaurants bieten sogar Hühner-Sashimi, wobei insbesondere die Hühnerbrust aber auch die Leber roh gegessen werden. Zur Mahlzeit passen grüner Tee, japanisches Bier oder Sake.
Bei der Herstellung von Sushi und Sashimi wird nur absolut frische Ware verwendet. Sobald nur ein Hauch von Geruch aufkommt, ist der Fisch nicht mehr für diese Gerichte geeignet. Welche Fischsorten beziehungsweise Meeresfrüchte verwendet werden, ist recht genau festgelegt. Meist handelt es sich um fett- und kalorienarmen Fisch mit hohem Proteingehalt. Versteckte Fette finden sich nicht. Die Zunge wird beim Genuss von Sushi und Sashimi wieder für den ursprünglichen Geschmack des Lebensmittels sensibilisiert.
Geschmacksverstärker und der Einsatz vieler Gewürze entfernen bei anderen Produkten den tatsächlichen von dem ursprünglichen Geschmack und gewöhnen den Konsumenten an das künstliche Aroma. Nicht umsonst werden Sushi und Sashimi immer beliebter und werden auch mittags gerne als leichte, nicht belastende Mahlzeit eingenommen, die ganz nebenbei auch noch hübsch angerichtet wird. Der Siegeszug von Sushi und Sashimi wird sich unter diesen Voraussetzungen kaum aufhalten lassen und auch noch so manchen “Bauern” überzeugen.
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2 Reaktionen zu “Sushi & Sashimi – Fisch-Snack mit und ohne Reis”
Ich muss zugeben, anfangs war ich auch etwas skeptisch was Sushi betraf. Doch als ich es dann vor Jahren probierte, schmeckte es mir so gut, dass ich seitdem immer mal wieder gerne Sushi esse. Auch Sashimi habe ich vor einiger Zeit probiert und finde es auch super lecker.
Sushi, wie auch Sashimi sind zu meinen Leibspeisen geworden. Auch bin ich ein Fan davon, Sushi zu Hause selbst zuzubereiten. Ist zwar etwas schwierig, weil der Reis gerne den Topf verklebt, aber es schmeckt einfach herrlich und kommt vor allem auch bei Gästen sehr gut an. Meistens bereite ich dann eine große Platte mit den verschiedensten Sushi und Sashimi Spezialitäten vor.