Menschen, die an einer Laktoseunverträglichkeit leiden, haben das Problem, keine normale Kuhmilch zu sich nehmen zu können. Für diese und natürlich auch alle anderen gibt es als Alternative zur klassischen Kuhmilch seit geraumer Zeit Sojamilch-Produkte, welche in fast jedem Supermarkt erhältlich sind und von den Kunden mit Begeisterung gekauft werden.
Seit 2004 stieg der Absatz der Sojamilch-Produkte jährlich um über 50%. Dabei ist die Sojamilch keineswegs ein neues Produkt der Lebensmittelindustrie: bereits seit Jahrtausenden ist sie in Asien im traditionellen Leben ein fester Bestandteil des Frühstücks.
Selbstverständlich hat sich seitdem in der Herstellung einiges verändert, aber das Prinzip der Gewinnung ist gleich geblieben: Um einen Liter Sojamilch zu erhalten, müssen zwei Hände voll Sojabohnen in Wasser aufgeweicht und der daraus entstehende Brei gemahlen werden. Nach der darauf folgenden Filterung wird der entstandene milchige Sud auf 100 Grad erhitzt.
Durch moderne Verfahren ist es möglich, die Verderblichkeit zu reduzieren und den bohnigen und bitteren Geschmack zu neutralisieren. Ersterer ist oft nur noch sehr schwach zu schmecken und darüber hinaus gibt es die Alternative, gesüßte oder aromatisierte Sojamilch-Produkte zu konsumieren.
Ein Problem stellte sich allerdings bei der Überlegung, ob Sojamilch als Alternative zur Kuhmilch bedenkenlos einsetzbar sei: Der Kalziumgehalt ist sehr gering. Daher wird sie meist mit diesem Nährstoff angereichert, um einem Mangel bei dauerhaften Einsatz als Nahrungsmittel vorzubeugen. Vor allem für ältere Menschen und Frauen nach der Menopause ist dies sehr wichtig, da sie an einem “natürlichen” Kalziummangel leiden. Das Osteoporoserisiko wird so erheblich gemindert, allerdings sind auch andere Kalziumquellen wie beispielsweise Joghurt, Nüsse und Müsli notwendig, um den Körper mit dem wichtigen Nährstoff ausreichend zu versorgen.
Bei biologischen Sojamilch-Proukten wird als Kalziumlieferant die grüne Meeresalge anstelle von Mineralien verwendet, da die EU-Ökoverordnung diese in Bioprodukten nicht erlauben. Neben dem wichtigen Eiweiß, das die cholesterinfreie Sojamilch enthält, versorgt sie den Menschen auch mit dem pflanzlichen Stoff Isoflavon, welcher dem weiblichen Hormon Östrogen stark ähnelt. Daher ist Sojamilch hilfreich für Frauen in den Wechseljahren, welche die damit verbunden Beschwerden unter Umständen nur noch abgeschwächt spüren.
Sojamilch ist also weit entfernt vom Ökoprodukt für alternative Menschen und Personen, die gegen Laktose allergisch sind, denn nicht zuletzt die optionale geschmackliche Vielfalt durch Aromen sorgt dafür, dass Soja-Produkte immer beliebter werden.
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2 Reaktionen zu “Sojamilch – die Alternative zur Kuhmilch”
mir gefällt sehr sojaeis..gern mit kaffeGescmack:)
Habe ich ehrlich gesagt noch nie probiert, Sojaeis. Aber warum nicht, hört sich auf jeden Fall gut an. Muss ich mir definitiv mal schmecken lassen